Partizipation in der Kita

Partizipation in der Kita: Demokratie von klein auf leben

Mitreden, mitentscheiden, mitgestalten: Warum die eigene Stimme schon in der Kita zählt

Im September finden sich viele Kita-Gruppen neu zusammen. Neue Kinder kommen hinzu, Rollen verändern sich und es entsteht eine neue Gemeinschaft. Welche Regeln brauchen wir? Was ist uns wichtig? Was möchten die Kinder verändern? Und wie können alle gehört werden?

Genau hier beginnt Partizipation in der Kita. Denn Kinder haben Rechte, und dazu gehört auch das Recht, ihre Meinung zu äußern und bei Dingen, die sie betreffen, beteiligt zu werden. In der Kita können Kinder dieses Recht ganz konkret erleben: Ihre Meinung zählt und sie können ihren Alltag mitgestalten. Dabei geht es nicht darum, dass Kinder über alles allein entscheiden. Es geht um echte, altersgerechte Beteiligung: beim Morgenkreis, bei Projekten, bei gemeinsamen Regeln oder bei der Frage, was sich in der eigenen Kita verändern sollte.

Kinder erleben dadurch: „Ich werde gehört. Ich kann etwas beitragen. Und meine Entscheidung kann etwas bewirken.“

Das stärkt Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit. Gleichzeitig lernen Kinder, anderen zuzuhören, unterschiedliche Meinungen auszuhalten, Kompromisse zu finden und Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.

Demokratiebildung beginnt deshalb nicht erst in der Schule. Sie beginnt dort, wo Kinder Gemeinschaft zum ersten Mal bewusst mitgestalten.

Was bedeutet Partizipation in der Kita?

Partizipation in der Kita bedeutet, Kinder entsprechend ihrem Alter und Entwicklungsstand an Entscheidungen zu beteiligen, die sie und ihren Alltag betreffen.

Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Kinder können beispielsweise mitentscheiden,

  • welches Thema im Morgenkreis besprochen wird, 
  • welches Projekt die Gruppe umsetzen möchte, 
  • welche Aktivitäten angeboten werden, 
  • welche Regeln für das gemeinsame Miteinander wichtig sind, 
  • wie ein Fest gestaltet wird, 
  • oder welche Veränderungen sie sich in ihrer Kita wünschen. 

Partizipation findet damit nicht nur in einem Kinderparlament oder bei einer offiziellen Abstimmung statt. Oft beginnt sie in ganz alltäglichen Situationen.

„Möchtest du heute drinnen oder draußen spielen?“
„Welche Geschichte sollen wir lesen?“
„Was brauchen wir, damit sich alle in unserer Gruppe wohlfühlen?“

Auch solche Fragen vermitteln Kindern: Ihre Bedürfnisse und Ideen werden wahrgenommen.

Gerade jetzt: Wenn eine Gruppe neu zusammenwächst

Der Beginn eines neuen Kita-Jahres bietet besonders viele Möglichkeiten für gelebte Mitbestimmung. Nach den Sommerferien setzen sich Gruppen teilweise neu zusammen. Kinder müssen ihren Platz finden, neue Beziehungen entstehen und gemeinsame Abläufe entwickeln sich.

Viele Regeln und Routinen werden ohnehin neu besprochen.

Warum also nicht gemeinsam mit den Kindern überlegen: Wie wollen wir miteinander umgehen?

Pädagogische Fachkräfte können zum Beispiel gemeinsam mit der Gruppe sammeln, was den Kindern wichtig ist. Vielleicht möchten sie, dass beim Spielen niemand ausgeschlossen wird. Vielleicht wünschen sie sich mehr Zeit im Außengelände. Oder sie überlegen gemeinsam, wie Konflikte gelöst werden können.

Dadurch entstehen Regeln nicht ausschließlich als Vorgaben von Erwachsenen. Kinder verstehen besser, warum eine Vereinbarung besteht, weil sie an ihrer Entstehung beteiligt waren.

Und auch neu hinzugekommene Kinder erleben von Anfang an: In dieser Gemeinschaft darf ich meine Meinung äußern.

Wie sieht echte Mitbestimmung aus? Ein Beispiel aus der Kath. Kita St. Meinolf in Hagen

Wie aus einer zunächst einfachen Frage echte Beteiligung entstehen kann, zeigt ein Projekt der Kath. Kita St. Meinolf in Hagen.

Anlässlich des 70. Geburtstags des Familienbundes in Paderborn nahm die Einrichtung an einer Ausschreibung zum Thema „Partizipation und Demokratiebildung“ teil.

Doch die Erwachsenen gaben nicht einfach ein Projektthema vor.

Das Kinderparlament entschied gemeinsam mit den Kindern, sich zu beteiligen. Anschließend stand eine zentrale Frage im Raum:

„Was möchten wir verändern oder was fehlt uns noch?“

Die Kinder hatten eine konkrete Antwort: Sie wünschten sich große Röhren zum Spielen.

Aus diesem Wunsch entwickelte sich Schritt für Schritt ein gemeinsames Projekt. Die Kinder bauten zunächst kleinere Modelle ihrer Röhren, hielten ihre Idee in einer Bewerbungsmappe fest und schickten diese anschließend ab.

Dann kam die Nachricht: Die Kita hatte gewonnen.

Damit war die Beteiligung jedoch nicht beendet. Auch die Preisübergabe wurde gemeinsam geplant. Das Kinderparlament brachte sich in die Organisation ein und die Kinder gestalteten den gemeinsamen Nachmittag mit.

Das Ergebnis war nicht nur ein Preisgeld für die gewünschten Röhren. Viel wichtiger war die Erfahrung dahinter:

Aus einer Idee der Kinder wurde eine tatsächliche Veränderung in ihrem Kita-Alltag.

Genau darin liegt ein Kern von Partizipation.

Was lernen Kinder durch Partizipation?

Wenn Kinder regelmäßig echte Entscheidungsmöglichkeiten erhalten, lernen sie weit mehr als das Abstimmen per Handzeichen.

Sie müssen zunächst erkennen: Was möchte ich eigentlich?

Anschließend gilt es, diesen Wunsch auszudrücken. Vielleicht stellt ein anderes Kind eine andere Forderung. Dann müssen beide Seiten zuhören, miteinander sprechen und eine Lösung finden.

So werden im Alltag wichtige Fähigkeiten gefördert:

  • Selbstbewusstsein: Kinder lernen, die eigene Meinung auszudrücken. 
  • Selbstwirksamkeit: Sie erfahren, dass ihr Handeln Veränderungen bewirken kann. 
  • Kommunikationsfähigkeit: Wünsche und Argumente müssen verständlich gemacht werden. 
  • Empathie: Kinder setzen sich mit den Bedürfnissen anderer auseinander. 
  • Verantwortung: Entscheidungen haben Auswirkungen auf die Gemeinschaft. 
  • Frustrationstoleranz: Nicht jede eigene Idee gewinnt eine Abstimmung. 
  • Kompromissfähigkeit: Unterschiedliche Wünsche müssen miteinander vereinbart werden. 

Partizipation stärkt damit nicht nur das einzelne Kind. Sie prägt das Zusammenleben in der gesamten Gruppe.

Demokratie wird im Alltag erlebt

Für Kinder wird Demokratie nicht durch Erklärungen verständlich, sondern durch Erfahrungen im Alltag. 

Beim Zuhören. Beim Mitmachen. Beim Abstimmen. Beim gemeinsamen Lösen eines Problems. Und auch dann, wenn die eigene Idee einmal nicht die Mehrheit bekommt.

Ein weiteres Beispiel aus den Katholischen Kitas Ruhr zeigt, wie vielfältig Demokratiebildung aussehen kann: Die Kath. Kita St. Barbara in Dortmund-Dorstfeld beteiligte sich am Demokratie-Festival im Stadtteil. Gemeinsam mit Kita-Kindern und Seniorinnen aus dem Stadtteil entstand ein generationenübergreifendes Liedprojekt. Gleichzeitig beschäftigten sich die Kinder spielerisch mit Vielfalt.

Demokratische Werte werden so nicht abstrakt vermittelt. Kinder erleben Gemeinschaft, unterschiedliche Perspektiven und gegenseitigen Respekt unmittelbar.

Kinder haben ein Recht auf Beteiligung

Partizipation ist nicht nur eine pädagogische Haltung. 

Partizipation ist nicht nur eine pädagogische Haltung. Sie ist ein Kinderrecht. Die UN-Kinderrechtskonvention legt in Artikel 12 fest, dass Kinder das Recht haben, ihre Meinung in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, frei zu äußern. Ihre Meinung muss ihrem Alter und ihrer Reife entsprechend berücksichtigt werden. In Deutschland ist dieses Recht auch gesetzlich verankert.

In Nordrhein-Westfalen regelt § 16 des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) ausdrücklich die Partizipation in Kindertageseinrichtungen. Danach sollen Kinder ihrem Alter, Entwicklungsstand und ihren Bedürfnissen entsprechend am Kita-Alltag mitwirken. Bei Angelegenheiten, die sie betreffen, sind sie alters- und entwicklungsgerecht zu beteiligen. Zudem müssen geeignete Möglichkeiten zur Beteiligung, Mitbestimmung und Beschwerde vorgesehen und tatsächlich praktiziert werden. 

Auch das Achte Sozialgesetzbuch (SGB VIII) nimmt die Beteiligung und die Rechte von Kindern in den Blick. § 45 nennt geeignete Verfahren zur Selbstvertretung, Beteiligung und Beschwerde als Voraussetzung zur Sicherung der Rechte und des Wohls von Kindern in Einrichtungen. 

Partizipation ist deshalb kein Zusatzangebot für einen Projekttag. Sie ist Bestandteil einer professionellen pädagogischen Arbeit in der Kita.

Die Haltung der Erwachsenen entscheidet

Ob Demokratiebildung wirklich gelingt, hängt wesentlich von den Erwachsenen ab.

Das war auch ein zentrales Thema eines Workshops zur „Demokratiebildung und Partizipation in der Kita“, an dem praxisintegrierte Auszubildende der Katholischen Kitas Ruhr teilnahmen.

Im Mittelpunkt standen unter anderem drei Grundhaltungen:

Begegnung auf Augenhöhe. Offenheit und Selbstreflexion. Die Bereitschaft, Macht zu teilen.

Denn echte Beteiligung verlangt von pädagogischen Fachkräften manchmal auch, die eigene Idee zurückzustellen.

Vielleicht ist die von Erwachsenen geplante Hüpfburg organisatorisch naheliegender. Die Kinder wollen aber lieber tanzen.

Vielleicht hat eine Fachkraft bereits eine genaue Vorstellung vom nächsten Projekt. Die Fragen der Kinder führen jedoch in eine ganz andere Richtung.

Das bedeutet nicht, dass Erwachsene ihre Verantwortung abgeben. Pädagogische Fachkräfte setzen weiterhin notwendige Grenzen und tragen Verantwortung für Sicherheit, Kindeswohl und den pädagogischen Rahmen.

Innerhalb dieses Rahmens können sie aber bewusst Entscheidungsspielräume schaffen.

Eine hilfreiche Frage im Team lautet deshalb:

„Müssen wir diese Entscheidung wirklich selbst treffen oder können die Kinder daran beteiligt werden?“

Demokratie von klein auf beginnt mit einer einfachen Frage

„Was denkst du darüber?“

Oft beginnt Partizipation genau so.

Entscheidend ist, dass die Frage ernst gemeint ist.

Wenn Kinder erleben, dass ihre Gedanken gehört werden, ihre Ideen in Entscheidungen einfließen und sie Veränderungen mitgestalten können, entwickeln sie Vertrauen in die eigene Stimme.

Gleichzeitig lernen sie etwas ebenso Wichtiges: Auch andere Menschen haben Wünsche, Bedürfnisse und Rechte.

Demokratiebildung in der Kita bedeutet deshalb, Gemeinschaft gemeinsam zu gestalten. Jeden Tag, in kleinen und großen Entscheidungen.

Sie möchten unsere pädagogische Arbeit kennenlernen?

Für Eltern: Entdecken Sie die Katholischen Kitas Ruhr und informieren Sie sich über unsere Einrichtungen und ihre pädagogischen Schwerpunkte.

Für Bewerbende: Sie möchten pädagogische Arbeit aktiv mitgestalten, Verantwortung übernehmen und Kinder in ihrer Entwicklung begleiten? Entdecken Sie unsere aktuellen Stellenangebote und Ausbildungsmöglichkeiten.

Häufig gestellte Fragen

  • Was bedeutet Partizipation in der Kita?

    Partizipation bedeutet, dass Kinder ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechend an Entscheidungen beteiligt werden, die sie und ihren Alltag betreffen. Dazu gehören beispielsweise Abstimmungen, Kinderkonferenzen, gemeinsame Projektplanungen oder Möglichkeiten, Wünsche und Beschwerden zu äußern.

  • Warum ist Partizipation für Kinder wichtig?

    Durch echte Mitbestimmung erfahren Kinder Selbstwirksamkeit. Sie lernen, dass ihre Meinung zählt und ihr Handeln etwas bewirken kann. Gleichzeitig üben sie, anderen zuzuhören, unterschiedliche Interessen zu respektieren, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Lösungen zu finden.

  • Ist Partizipation in der Kita gesetzlich vorgeschrieben?

    Ja. In Nordrhein-Westfalen verpflichtet § 16 KiBiz Kindertageseinrichtungen dazu, Kinder alters- und entwicklungsgerecht zu beteiligen und geeignete Möglichkeiten für Mitbestimmung und Beschwerden vorzusehen. Auch § 45 SGB VIII verankert Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren zur Sicherung der Rechte von Kindern. 

  • Dürfen Kinder bei Partizipation alles selbst entscheiden?

    Nein. Pädagogische Fachkräfte tragen weiterhin die Verantwortung für Sicherheit, Kindeswohl und notwendige organisatorische Rahmenbedingungen. Partizipation bedeutet, Kindern innerhalb dieser Grenzen echte und nachvollziehbare Entscheidungsmöglichkeiten zu geben.

  • Können auch sehr junge Kinder mitbestimmen?

    Ja. Partizipation muss nicht über Sprache oder komplizierte Abstimmungen erfolgen. Jüngere Kinder können beispielsweise zwischen verschiedenen Aktivitäten auswählen, mithilfe von Bildern abstimmen oder durch Gestik und Verhalten Zustimmung beziehungsweise Ablehnung ausdrücken.

  • Welche Beispiele für Partizipation gibt es im Kita-Alltag?

    Typische Beispiele sind die Wahl von Spielaktivitäten, Abstimmungen über Morgenkreis-Themen, Kinderkonferenzen, die gemeinsame Planung von Festen und Projekten, Kinderparlamente sowie Wunsch- und Beschwerdemöglichkeiten.

  • Was lernen Kinder durch demokratische Abstimmungen?

    Kinder erleben, wie gemeinsame Entscheidungen entstehen. Sie lernen, die eigene Meinung zu äußern, anderen zuzuhören und Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren. Gleichzeitig erfahren sie, dass nicht immer der eigene Wunsch umgesetzt wird und Kompromisse zu einer Gemeinschaft dazugehören.

  • Welche Rolle spielen pädagogische Fachkräfte bei der Partizipation?

    Pädagogische Fachkräfte schaffen Entscheidungsmöglichkeiten, begleiten Gespräche und helfen Kindern dabei, ihre Wünsche auszudrücken und unterschiedliche Interessen miteinander auszuhandeln. Gleichzeitig reflektieren sie regelmäßig, welche Entscheidungen Erwachsene treffen müssen und an welchen Stellen Kinder stärker beteiligt werden können.

Weitere Beiträge

Mediennutzung im Kindergarten

Wie viel Bildschirmzeit ist für mein Kind eigentlich gesund? Diese Frage beschäftigt fast alle Familien im Erziehungsalltag. Zwischen Bauklötzen, Bilderbüchern und digitalen Displays suchen Eltern verlässliche Orientierung. Pädagogische Fachkräfte wiederum wünschen sich ein modernes Arbeitsumfeld, das zeitgemäße Methoden mit bewährter Frühpädagogik verbindet. Bei den Katholischen Kitas Ruhr wählen wir einen klaren, verantwortungsvollen Weg: Wir verbieten digitale Medien nicht, sondern integrieren sie als unterstützendes Werkzeug in den Kita-Alltag. Tablets und Notebooks dienen bei uns dazu, das analoge Lernen gezielt zu vertiefen. Orientiert an den Empfehlungen der Initiative SCHAU HIN! begleiten wir Kinder Schritt für Schritt auf dem Weg zu einer selbstbestimmten Medienkompetenz.

Nachwuchsförderung mit System – Professionelle Praxisanleitung bei den Katholischen Kitas Ruhr

Warum Azubis bei uns nicht einfach nur „mitlaufen“ – und wie erfahrene Fachkräfte hier Karriere machen. Erinnern Sie sich noch an Ihr allererstes Praktikum? Oft bestand es aus Kaffeekochen, Bastelmaterial sortieren und stillem Zuschauen. Nicht bei uns. Wenn junge Menschen sich für die frühkindliche Pädagogik entscheiden, legen sie den Grundstein für die Zukunft unserer Kinder. Das ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis echter, strukturierter Teamarbeit. Bei den Katholischen Kitas Ruhr schreiben wir Ausbildungsqualität groß. Wir zeigen Ihnen, warum unsere Auszubildenden vom ersten Tag an voll integriert werden, wie wir auf Augenhöhe kommunizieren und wie erfahrene Erzieherinnen und Erzieher bei uns zur Praxisanleitungen werden.

Interkulturelle Pädagogik in der Kita

Die Welt unserer Kinder ist bunt, lebendig und voller Vielfalt. In den Katholischen Kitas Ruhr begegnen sich täglich Familien unterschiedlichster Herkunft und Lebenswege, um gemeinsam zu lernen, zu spielen und zu wachsen. Der Juni steht weltweit als „Diversity Month“ im Zeichen der Vielfalt – für uns ist dieses Thema jedoch an jedem einzelnen Tag im Jahr zentral. Wir sind davon überzeugt, dass gelebte Inklusion und interkulturelle Pädagogik kein optionales Zusatzangebot sind, sondern einen wichtigen Bestandteil einer modernen, wertschätzenden frühkindlichen Bildung bilden. Unsere Einrichtungen stehen allen Kindern und Familien offen, unabhängig von ihrer Herkunft, Sprache oder Religion.